Home
  News
  Network
  Members
  eNetworks
  Competence Center
  Press Center
  Dates / Exhibitions
  Jobangebote
  Contact
  Imprint
  Sitemap
  
   Language: English German


Home » News

Treibhausgas unterirdisch lagern [ 13.06.2007 ]

Pilotprojekt CO2SINK geht in die nächste Phase / Über 300 Teilnehmer bei Treffen zu Klima und Energie

CO2-Speicherung in Ketzin: schematische Darstellung, (GFZ Potsdam)

Am 13. Juni werden im brandenburgischen Ketzin die ersten Speicherkomponenten des europäischen Pilotprojekts CO2SINK zum unterirdischen Lagern des Treibhausgases CO2 aufgebaut und in Betrieb genommen. Auf dem Gelände 30 Kilometer westlich von Berlin finden zur Zeit Arbeiten an drei Bohrungen statt.

Nach Abschluss der ersten, 803 Meter tiefen Bohrung, die als Injektionsbohrung dienen soll, hat die zweite Bohrung bereits über 400 Meter Teufe erreicht. Diese und die folgende dritte Bohrung dienen zur Beobachtung und Erkundung der physikalischen und geochemischen Prozesse untertage. Zeitgleich werden die Komponenten der Injektionsanlage aufgebaut, getestet und in Betrieb genommen, so dass die eigentliche Speicherung von CO2 im Herbst beginnen soll.

Anlässlich des erfolgreichen Abschlusses der ersten Bohrung und zur Inbetriebnahme der ersten Komponenten der Injektionsanlage sowie des Feldlabors veranstalten die European Technology Platform "Zero Emission Fossil Fuel Power Plants" (ETP-ZEP) und das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) eine wissenschaftliche Tagung am GFZ Potsdam mit einem anschließenden Festakt am CO2-Untergrundspeicher in Ketzin. Über 300 Teilnehmer nehmen an diesem Treffen teil, das durch Ministerpäsident Matthias Platzeck und den Kommissar für Energie der Europäischen Union, Andris Piebalgs, eröffnet wird.

Die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid ist eine mögliche Option zur deutlichen Verringerung der CO2-Emission, wenn in Zukunft dieses Treibhausgas in Kraftwerken bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe abgetrennt wird. Dazu muss aber bekannt sein, welche Prozesse durch die Speicherung im Untergrund ausgelöst werden und was mittel- und langfristig mit dem im Untergrund gespeicherten CO geschieht. Solche Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des Wissenschaftlertreffens. Erweist sich die CO-Speicherung als tragfähige Option, wird mit dem CO2SINK-Projekt ein wichtiger Schritt zur Behauptung der Technologieführerschaft in diesem Bereich getan.

Weitere Informationen erhalten Sie beim
GeoForschungsZentrum Potsdam in der Helmholtz-Gemeinschaft
Öffentlichkeitsarbeit, Franz Ossing
Tel. 0331 - 2 88 10 40, ossing@gfz-potsdam.de