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Kompetenznetzwerk Geoinformationswirtschaft

In Berlin und Brandenburg liegen umfangreiche Geodatenbestände auf einem hohen technischen und organisatorischen Niveau vor. Die in der Hauptstadtregion ansässigen Unternehmen der Geoinformationswirtschaft sind in der Hauptsache auf die Herstellung von Geoinformationsprodukten und -dienstleistungen ausgerichtet. Die Bandbreite der Geschäftsfelder reicht von Vermessungsingenieurbüros bis hin zu internetbasierten Geodaten-Serviceprovidern.

Die Region zeichnete sich durch ein besonders leistungsfähiges Forschungsumfeld im Bereich der Geoinformation aus. Dazu gehören Universitätsinstitute, Hochschulen und international renommierte Forschungseinrichtungen wie beispielsweise das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam (HPI), das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), das Fachgebiet Computer Vision and Remote Sensing des Instituts für Technische Informatik und Mikroelektronik der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin oder die Abteilung Geomatik der Humboldt-Universität Berlin mit den Themenfeldern Geo-Informationssysteme (GIS), Kartographie und Geofernerkundung.

Nirgendwo in Deutschland gibt es konzentriert so viele Fakultäten, Lehrstühle und Forschungseinrichtungen, die sich mit diesem Thema befassen. Neben den Potenzialen für Forschung und Entwicklung begründet dies eine hohe Verfügbarkeit hochqualizierter Fachkräfte.

Der Verband der GeoInformationswirtschaft Berlin/Brandenburg GEOkomm e.V.

Im November 2002 wurde der „Verband der GeoInformationswirtschaft Berlin/Brandenburg GEOkomm e.V.“ als gemeinnütziger Verein gegründet. Ihm gehören kleine und mittlere Unternehmen aus der Hauptstadtregion an, aber auch international agierende Großunternehmen der Branche. Vervollständigt wird das Prol durch Forschungseinrichtungen der Geowissenschaften und Geoinformatik sowie Vertreter aus Landesbehörden und weitere Akteuren, die sich für die Stärkung der regionalen Geoinformationswirtschaft einsetzen. Der Verband umfasst gegenwärtig 38 Mitglieder.

In der Verbandsarbeit der vergangenen Jahre hat sich die Notwendigkeit gezeigt, die Vernetzungstätigkeit des Verbandes institutionell zu verstärken. Um Marktpotenziale für die Geoinformationswirtschaft zu erschließen, ist es notwendig:

  • Akteure auf den erforderlichen Wertschöpfungsstufen zu identizieren und zusammenzubringen
  • kooperative Geschäftsmodelle und Erlösstrukturen zu entwickeln
  • die Integration der Potenziale der Grundlagenforschung systematisch zu unterstützen
  • Anforderungen an geoinformationsbasierte Mehrwertdienste, technische Infrastrukturen und Forschungsfelder zu denieren.

Das an diesen Zielen orientierte Netzwerk wird die bestehenden Kooperationsbeziehungen qualitativ und quantitativ verbessern und neue Wachstumspotenziale für die Geoinformationswirtschaft in Berlin-Brandenburg schaffen.